Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Kreisstadt Euskirchen

Gesundheit ist nicht nur ein wichtiger Faktor für die Mitarbeiter/-innen, sondern auch für den Arbeitgeber, denn gesundes Personal ist in der Regel motivierter und leistungsfähiger.

Die Kreisstadt Euskirchen hat sich daher mit der Grundsatzerklärung "Gesunde Stadtverwaltung" zum Ziel gesetzt, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig erhalten und fortentwickeln können. Handlungsfelder sind hierbei die Arbeitsplatzgestaltung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Arbeitsorganisation, Personalentwicklung sowie Führung und Motivation.

Betriebliche Gesundheitsförderung zielt darauf ab, die Arbeit und die Arbeitsbedingungen so zu organisieren, dass diese nicht Ursache von Erkrankungen oder Gesundheitsschädigungen sind. Sie fördert die Erhaltung bzw. Herstellung gesundheitsgerechter Verhältnisse am Arbeitsplatz sowie gesundheitsbewusstes Verhalten. Zugleich werden damit die Motivation der Beschäftigten und Qualitätsstandards der Verwaltung und Betriebe verbessert. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die betriebliche Gesundheitsförderung gehören zu einem zeitgemäßen Gesundheitsmanagement.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird innerhalb der Stadtverwaltung Euskirchen auf zentraler Ebene in Teamarbeit durch eine Lenkungsgruppe gesteuert.

Fachlich unterstützt wird die Kreisstadt Euskirchen durch die Unfallkasse NRW, die als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung neben dem Bereich des Arbeitsschutzes auch auf dem Gebiet der Gesundheitsprävention tätig ist.

Im Rahmen einer im Mai 2006 mit der Unfallkasse NRW geschlossenen Kooperationsvereinbarung wurde das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit dem Ziel der Etablierung eingeführt.

Als Pilotbereiche wurden zunächst folgende Organisationseinheiten ausgewählt:

Dezernat I – Vorzimmer, Fachbereiche 1, 2 und 3, RPA und Gleichstellungsbeauftragte

Dezernat II – Tageseinrichtungen für Kinder

Dezernat III – Stadtbetrieb Technische Dienste

Um herauszufinden, „wo der Schuh drückt“, wurde in 2006 in v.g. Pilotbereichen eine Beschäftigtenbefragung gestartet. In 2007 wurde die Beschäftigtenbefragung auf die weiteren Fachbereiche/Betriebe des Dezernates II und III ausgeweitet.

Dank des guten Rücklaufes konnten umfassende Ist-Analysen zu den spezifischen Belastungsfaktoren und Ressourcen in den einzelnen Fachbereichen erarbeitet werden. Dies bildete eine gute Ausgangsbasis für die Arbeit in den Gesundheitszirkeln und Workshops, an denen viele Bedienstete konstruktiv und kreativ mitgewirkt haben. Ab 2007 wurden Lösungsvorschläge in den Gesundheitszirkeln sowie Experten- und Führungskräfterunden entwickelt. Es wurden insgesamt 415 Lösungsvorschläge durch den Verwaltungsvorstand beschlossen und als BGM-Maßnahmen schrittweise umgesetzt. Hier nur einige Beispiele für die Gesamtverwaltung: Personalentwicklungskonzept, Führungskräfteleitbild, Führungskräfteschulungen, Führungskräftenachwuchsschulungen, Reduzierung der Öffnungszeiten, Umgestaltung der Kantine, EDV-Qualifizierung MS-Office-Anwendungen, Notfallmanagement (tlw.), Verbesserungen der Arbeitsplatzgestaltung, umfassendes Kursprogramm (Gesundheitsförderung) und Gesundheitsangebote sowie ein Gesundheitstag.

Natürlich ist es wichtig, zu wissen, ob sich die Arbeit gelohnt hat, die Arbeitsbedingungen verbessert werden konnten, die Maßnahmen wirksam waren und in welchen Bereichen sich die Stadtverwaltung Euskirchen weiter verbessern kann.

Unter Bezug auf die mit dem Personalrat geschlossene Zielvereinbarung aus Dezember 2010 wird das in Kooperation mit der Unfallkasse NRW eingeführte und zwischenzeitlich etablierte betriebliche Gesundheitsmanagement im Sinne der Grundsatzerklärung "Gesunde Stadtverwaltung" weiter entwickelt und evaluiert.

Mit Unterstützung der Unfallkasse NRW wurde daher in der Zeit vom 4. Oktober bis 31.

Oktober 2011 eine Wiederholungsbefragung zu folgenden Themen des Gesundheitsmanagements durchgeführt: Arbeitsbedingungen, Belastungsfaktoren, Arbeitszufriedenheit, gesundheitliches Befinden, BGM-Maßnahmen/Prozess. Darüber hinaus wurde in diesem Zusammenhang auch eine Befragung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie durchgeführt. Ziel dieser Befragung ist es, eine fundierte Beschreibung der Bedarfe bezüglich der besseren Vereinbarkeit von Beruf mit Familie zu erstellen. Hieraus sollen familienorientierte sowie betriebsgerechte Maßnahmen bzw. Organisationsformen für die Zukunft entwickelt werden. Die Fragen orientieren sich am FamilienfreundlichkeitsCheck des Netzwerkbüros „Erfolgsfaktor Familie“.

Die Anstrengungen des betrieblichen Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagements haben sich gelohnt und wurden in 2007/2008 durch die Unfallkasse mit 10.000,00 Euro prämiert. Die Prämie wurde zur Umsetzung der Maßnahmen verwendet. Die Kreisstadt Euskirchen hat sich in 2010/2011 wieder am Prämiensystem der Unfallkasse NRW beteiligt und wurde für ihre Arbeit mit 8.000,00 Euro belohnt.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement versteht sich nicht als abschließendes Projekt, sondern als ständiger Prozess im Rahmen einer modernen Verwaltungs- bzw. Betriebskultur.

Kontakt:

Hildegard Michels, Systembeauftragte für das Gesundheitsmanagement, Fachbereich 1, Sachgebiet Organisation, PersonalentwicklungTel. 02251/14299E- Mail: hmichels(at)euskirchen.de

Cordula  Nibte, Fachbereich 1, Sachgebietsleitung Organisation, Personalentwicklung, Tel. 02251/14-328, E-Mail: cnibte(at)euskirchen.de

Ingo BingsPersonalratsvorsitzenderTel. 02251/14-300E-Mailibings(at)euskirchen.de

 

Iris Poth
Tel.: 02251 / 15-369
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Sarah Weber
Tel.: 02251 / 15-904
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Christof Gladow
Tel.: 02251 / 15-370
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